Die Ersatzinvestition

JG am 16. August 2010 um 13:26

Als Ersatzinvestitionen werden Investitionen bezeichnet die für bereits angeschaffte Investitionsgüter aufgewendet werden. Angewendet wird die Ersatzinvestition in der Regel für die Erneuerung von Anlagen. Die Ersatzinvestition als Reinvestition erfolgt im Rahmen von Investitionen die durch Verschleiß oder technischen Fortschritt anfallen um die bisherige Kapazität aufrecht erhalten zu können. Mit der Reinvestition soll die Abschreibung von Investitionsgütern ausgeglichen werden. Als Erweiterungsinvestition erfolgt eine Ersatzinvestition über die zusätzliche Schaffung von Input um eine Outputerhöhung zu erreichen.

Ob eine Erweiterungsinvestition sinnvoll ist sollte immer im Einzelfall entschieden werden. Wenn beispielsweise hohe Kosten mit einer Erweiterungsinvestition verbunden sind und diese aufgrund von zu niedriger Auslastung nicht vollständig genutzt wird, kann dies zu einer Gewinnschmälerung führen. Etwaige Ersatzinvestitionen sollten bereits bei der Erstellung eines Businessplans zum Zeitpunkt der Gründung berücksichtigt werden um Ausgaben planen zu können. Zur Erstellung können sogenannte Businessplan Muster genutzt werden.

Rechnerisch ergibt sich die Ersatzinvestition aus der Differenz zwischen Bruttoinvestition und Nettoinvestition. Die Nettoinvestition ergibt sich dabei aus der Bruttoinvestition abzüglich der Abschreibungen.

Der Eigentumsvorbehalt

JG am 10. August 2010 um 18:48

Unter einem Eigentumsvorbehalt wird die Übereignung einer beweglichen Sache unter einer aufschiebenden Bedingung im Sinne des § 449 Abs. 1 und §§ 929, 158 Abs. 1 BGB verstanden. Über den Eigentumsvorbehalt wird ein obligatorischer Anspruch aus einem zukünftigen Eigentumserwerb an einer beweglichen Sache eines Vorbehaltskäufers bezeichnet. Mit dem Eigentumsvorbehalt soll eine Sicherung kaufrechtlicher Ansprüche gesichert werden.

Die Anwendung des Eigentumsvorbehalts ist nur für bewegliche Wirtschaftsgüter möglich. Im Bereich des Grundstückskaufs erfolgt ein Eigentumsvorbehalt über die Auflassungsvormerkung.
Mit dem Eigentumsvorbehalt ist es dem Verkäufer einer Sache möglich bis zur vollständigen Bezahlung der Sache sein Eigentumsrecht an der Sache zu behalten. Ist die verkaufte Sache noch nicht vollständig bezahlt erhält der Käufer nur ein Anwartschaftsrecht auf das Eigentum. Das Anwartschaftsrecht verbrieft das Besitzrecht für den Käufer einer Sache. Ist die gesamte Kaufpreiszahlungsforderung beglichen geht das Anwartschaftsrecht automatisch in das Eigentum über.

Die Übereignung einer Sache erfolgt unter dem Eigentumsvorbehalt unter aufschiebender Bedingung gem. § 158 BGB bis der Kaufpreis vollständig durch den Käufer gezahlt wurde. Über den Eigentumsvorbehalt sichert sich der Verkäufer hinsichtlich der Kreditvergabe an den Käufer rechtlich ab. Damit kann der Verkäufer die Gefahr von Verlusten die sich negativ auf sein Geschäftskonzept auswirken könnte vermeiden bzw. verringern.

Das Design

JG am 5. August 2010 um 16:24

Der Begriff Design wird mit dem Prozess der Gestaltung einer Marke, eines Objektes oder einer Dienstleistung assoziiert. Dabei ist zu unterscheiden das das Design als das fertige Endprodukt oder einen unfertigen bzw. unbefriedigenden Zustand angesehen werden kann.

Dem Design werden nach dem Offenbacher Ansatz verschiedene Funktionen zugeordnet die dieses erfüllen soll. Unterschieden werden kann die praktische, die formal-ästhetische und die semantische Funktion. Im Rahmen der praktischen Funktion werden gewisse Anforderungen an die physischen Eigenschaften einer Sache gestellt. Diese können in der praktischen Nutzbarkeit des Designs bzw. des designten Objektes liegen. Die formal-ästhetischen Eigenschaften zielen auf rein optische Kriterien. Im Rahmen der formalästhetischen Prüfung erfolgt eine Erfassung der Komplexität eines Produktes hinsichtlich verschiedener Formarten.

Die sogenannte Anzeichenfunktion als Teilfunktion der semantischen Funktionen, beschreibt inwieweit bestimmte Elemente eines Objektes auf dessen Gebrauchsmöglichkeiten bzw. Eigenschaften zeichenhaft hindeuten.  Über die symbolischen Funktionen eines Objektes drücken sich dessen sozialen und psychologischen Eigenschaften aus. Also inwieweit ein Objekt durch sein Design Erinnerungen bzw. Andenken hervorruft oder als Statussymbol fungiert.

Da das Design einen weitreichenden Einfluss auf verschiedenste Bereiche ausüben kann sollte überlegt werden inwieweit bestimmte Design-Funktionen realisiert werden können um die Umsetzung eines bestimmten Konzepts positiv zu beeinflussen.

Zusammenfassung zu den letzten Artikeln

JG am 2. August 2010 um 14:35

Im vergangenen Monat Juli 2010 wurde ein Fülle an Artikeln zu interessanten Begrifflichkeiten aus dem Bereich der Wirtschaft veröffentlicht, die sich für Gründer und Unternehmer als nützlich erweisen. Die verschiedenen Abschreibungsmethoden wurden hinsichtlich Anwendung und Berechnung im Artikel “Die Abschreibungsmethode” dargestellt.  Was eine Anfangsinvestition darstellt und wie diese zu berechnen ist erläuterte der Artikel “Die Anfangsinvestition“. Ein Assessment Center stellt ein Personalauswahlverfahren in Unternehmen dar, mit welchem aus einer Auswahl an Bewerbern die ausgewählt werden sollen, die die Anforderungen an die zu besetztende Stelle am besten erfüllen. Wie ein solches aufzubauen ist lesen unsere Besucher im Artikel “Das Assessment Center“. Ein Beitrag stellt ein Einbringen von etwas zu einem spezifischen Sachverhalt oder einer bestimmten Situation dar. Ein Beitrag kann in Form von Geldleistungen, Wissen, Engagement, Fürsorge etc. geleistet werden.Welche Beiträge von Unternehmern und Gründern zu zahlen sind beleuchtet unser Artikel über den Beitrag. Die Betriebsprüfung wird auch Außenprüfung genannt und von der Finanzbehörde durchgeführt. Dabei erfolgt eine umfassende Prüfung aller Verhältnisse eines Steuerpflichtigen hinsichtlich steuerrechtlicher Sachverhalte zur Sicherstellung der Gleichmäßigkeit der Besteuerung. Wie genau eine Betriebsprüfung abläuft enthält unser Artikel dazu. Als Cash Flow bezeichnet man den aus der Umsatztätigkeit und sonstigen laufenden Tätigkeiten resultierende Nettozufluss liquider Mittel innerhalb einer Periode. Dabei stellt der Cash Flow den positiven und periodisierten Zahlungsmittelüberschuss der Geschäftstätigkeit dar. Welche Aussagen aus einem Cash Flow abzuleiten sind erfahren unsere Leser im Artikel zum Cash Flow.

Der Cash Flow

JG am 2. August 2010 um 13:32

Als Cash Flow bezeichnet man den aus der Umsatztätigkeit und sonstigen laufenden Tätigkeiten resultierende Nettozufluss liquider Mittel innerhalb einer Periode. Dabei stellt der Cash Flow den positiven und periodisierten Zahlungsmittelüberschuss der Geschäftstätigkeit dar. Über den Cash Flow ist es möglich die finanzielle Situation eines Unternehmens zu bestimmen.

Ob es einem Unternehmen möglich ist die im Rahmen des Umsatzprozesses notwendigen Mittel für Erweiterungsinvestitionen und der Substanzerhaltung des in der Bilanz aktivierten Vermögens selbst zu erwirtschaften kann mit dem Cash Flow beurteilt werden.
Der Cash Flow ergibt sich aus dem Saldo von Aufwendungen und Erträgen, die neben der Erfolgswirksamkeit auch Zahlungswirksamkeit aufweisen. Somit stellt der Cash Flow den um nichtzahlungswirksame Faktoren bereinigten Bilanzerfolg dar.

Über den Cash Flow ist es möglich die Innenfinanzierungsmöglichkeit und die Stärke der Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens zu beurteilen und um daraus den Erfüllungsgrad der im Businessplan definierten Geschäftsaufgabe abzuleiten. Ein positiver Cash Flow ermöglicht es Unternehmen Ihren Kreditverbindlichkeiten nachzukommen. Weißt ein Unternehmen einen negativen Zahlungsstrom aus wird dieser Cash-Loss genannt.

Informationen zur Betriebsprüfung

JG am 27. Juli 2010 um 17:55

Die Betriebsprüfung wird auch Außenprüfung genannt und von der Finanzbehörde durchgeführt. Dabei erfolgt eine umfassende Prüfung aller Verhältnisse eines Steuerpflichtigen hinsichtlich steuerrechtlicher Sachverhalte zur Sicherstellung der Gleichmäßigkeit der Besteuerung. Für die Betriebsprüfung gelten besondere Voraussetzungen und Vorschriften. Über den Ablauf und die Ansprüche an eine ordentliche Buchführung ist bereits vor der Existenzgründung nach Erstellung des Geschäftskonzepts durch den Gründer in Erfahrung zu bringen und dementsprechend ab dem Beginn seiner Unternehmertätigkeit zu verfahren.

Zuständig für die Durchführung der Betriebsprüfung ist das sachlich und örtlich zuständige Finanzamt. Für Großunternehmen und spezielle Branchen erfolgt die Betriebsprüfung über sogenannte Betriebsprüfungshauptstellen. Bestimmte Voraussetzungen gilt es hinsichtlich der zu prüfenden Steuerart, dem Steuerzeitraum und dem Steuerpflichtigen zu erfüllen bevor eine Betriebsprüfung durchgeführt werden kann. Die Betriebsprüfung kann sich über einzelne oder mehrere Steuerarten und Besteuerungszeiträume erstrecken. Bei Steuerpflichtigen die Ihre Einkünfte aus Gewerbebetrieb, aus selbstständiger Arbeit oder aus  Land- und Forstwirtschaft erzielen bedarf es keiner weiteren Erfüllung von Voraussetzungen. Der Umfang der Betriebsprüfung wird durch schriftliche Prüfungsanordnung mit Rechtsbehelfsbelehrung dem Steuerpflichtigen mitgeteilt. Dabei ist der Steuerpflichtige genau zu nennen, die Form der Steuerprüfung, die Arten und der Besteuerungszeitraum anzugeben.

Die Betriebsprüfung findet innerhalb der Geschäfts- und Arbeitszeit im Geschäftsbetrieb des Steuerpflichtigen statt. Eine Mitwirkungspflicht in Form der Aushändigung von Büchern, Geschäftspapieren und anderen relevanten Dokumenten besteht neben der der allgemeinen Auskunftspflicht für den Steuerpflichtigen.

Der Beitrag

JG am 22. Juli 2010 um 16:14

Ein Beitrag stellt ein Einbringen von etwas zu einem spezifischen Sachverhalt oder einer bestimmten Situation dar. Ein Beitrag kann in Form von Geldleistungen, Wissen, Engagement, Fürsorge etc. geleistet werden. Ein Beitrag ist in der Regel etwas Förderliches oder Positives für das Etwas für das der Beitrag geleistet wird. Im Rahmen des Publizierens wird unter einem Beitrag ein Artikel für eine Zeitschrift, Sammelband oder Fachzeitschrift verstanden.

Unter Beitrag werden auch öffentliche Abgaben, die keine Gebühren, Steuern oder Sonderabgaben darstellen, verstanden. Für die Bereitstellung von Leistungen unabhängig von deren Inanspruchnahme werden Beiträge (Erschließungsbeiträge, Studienbeiträge) erhoben. Im Versicherungswesen stellt der Beitrag die Summe dar, die der Versicherungsnehmer für eine Versicherungsleistung  bezahlt.

Im Rahmen der Existenzgründung kann sich der Gründer bspw. als Kleinunternehmer von dem Beitrag zur IHK befreien lassen. Erst wenn dieser seine Selbstständigkeit im Hauptgewerbe ausübt hat er Beiträge an die IHK abzuführen.

Das Assessment Center

JG am 16. Juli 2010 um 16:10

Ein Assessment Center stellt ein Personalauswahlverfahren in Unternehmen dar, mit welchem aus einer Auswahl an Bewerbern die ausgewählt werden sollen, die die Anforderungen an die zu besetztende Stelle am besten erfüllen. Dazu werden im Rahmen des Assessment Centers den Bewerbern verschiedene Aufgaben zur Lösung gestellt und deren Lösung bewertet. Die Durchführung von Assessment Centern kann von dem Unternehmen selbst oder über die Beauftragung externer Unternehmen erfolgen.

Ziel des Assessment Centers ist es Fach- und Sozialkompetenzen wie auch die Fähigkeit zur Stressbewältigung der Bewerber zu untersuchen. Der Einsatz von Assessment Centern soll darüber hinaus, vor dem Hintergrund des Gleichheitsgrundsatzes, nachvollziehbare und überprüfbare Entscheidungskriterien sicherstellen.

Die Durchführung eines Assessment Centers erfolgt ein- oder mehrtägig und bedarf in diesem Rahmen eines relativ hohen Zeit- und Kostenaufwandes. Angewendet werden Assessement Center überwiegend von großen Unternehmen um Führungspositionen, Trainee-Stellen und Volontariate zu besetzten.
Der Einsatz von Assessment Centern lohnt sich aufgrund des hohen Zeit- und Arbeitsaufwandes nicht für kleinere Unternehmen mit wenig finanziellen Mitteln wie bspw. einer Mini GmbH.

Die Anfangsinvestition

JG am 13. Juli 2010 um 15:33

Definiert man Investitionen nach Ihrem Zweck können Anfangsinvestitionen bzw. Gründungsinvestitionen, Bruttoinvestitionen und Nettoinvestitionen  unterschieden werden. Eine Anfangsinvestition erfolgt immer dann wenn ein Unternehmen mit einem sinnigen Businessplan neu gegründet wird und die Neuanschaffung von Gütern zur Erfüllung der betrieblichen Leistungserstellung notwendig ist. Eine Anfangsinvestition ist in der Regel mit einem hohen Kapitalaufwand verbunden.

Im Rahmen der Anfangsinvestition sind Sachinvestitionen und immaterielle Investitionen zu unterscheiden. Zu den Sachinvestitionen zählen bspw. Gebäude und Grundstücke. Zu den immateriellen Investitionsgütern zählen Lizenzen, Patente, und käuflich erworbenes Wissen.

Ist es erforderlich nach einer Anfangsinvestition das Investitionsgut zu reparieren, zu erweitern oder neu zukaufen, können Ersatzinvestitionen, Erweiterungsinvestitionen und Reinvestitionen unterschieden werden.
Investitionsentscheidungen bedürfen generell einer langfristigen und intensiven Planung. Insbesondere nach der Neugründung eines Unternehmens gilt es Sorgfalt bei der Anfangsinvestition walten zu lassen. Ein gesundes Maß an Weitblick und Schätzung der Gewinnentwicklung sollten ins Kalkühl gezogen werden. Investitionen binden finanzielle Mittel eines Unternehmens mit dem Zweck in späterer Frist Gewinne erwirtschaften zu können.

Die Abschreibungsmethode

JG am 9. Juli 2010 um 16:03

Über die  Abschreibungsmethode wählt der Unternehmer die Art der Abschreibung mit der ein Wirtschaftsgut abgeschrieben wird. Über die Abschreibungsmethode wird der bilanzielle Ansatz des Werteverzehrs eines Wirtschaftsgutes gesteuert. Es kann die kalkulatorische und bilanzielle Abschreibung unterschieden werden.  Kalkulatorische Abschreibungen erfassen den betriebsbedingten Werteverzehr des Anlagevermögens.

Die Basis zur kalkulatorischen Abschreibung stellt dabei in der Regel der Wiederbeschaffungswert der betrachteten Periode dar. Diese Abschreibungsmethode unterliegt keinen Handels- und steuerrechtlichen Vorschriften und ermöglicht die Festsetzung einer individuellen betrieblichen Nutzungsdauer. Zur Planung des betriebsbedingten Werteverzehrs existieren für den Unternehmer einer Existenzgründung verschiedene Näherungsverfahren.
Die buchhalterische Abschreibungsmethode dient dem verursachungsgerechten Ansatz der Abschreibung im Verhältnis zum Werteverzehr des Anlagevermögens. Als „Normalabschreibung“ wird in diesem Zusammenhang der sich ergebende Abschreibungsbetrag verstanden.

Im Rahmen der Abschreibungsmethode lassen sich ferner die direkte Abschreibung und die indirekte Abschreibung unterscheiden. Unterschiede bestehen bei der jeweiligen Abschreibungsmethode in der Art des Ansatzes in der Bilanz. Während bei der direkten Abschreibungsmethode der Restbuchwert auf der Aktiva bilanziert wird, erfolgt bei der indirekten Abschreibungsmethode der Ausweis des vollständigen Anschaffungswertes mit einer Korrektur des Anschaffungswertes über einen Wertberichtigungsposten auf der Passiva.