Nutzwert
Die realen Kosten eines Gutes geben den Nutzen der letzten noch eingesetzten Einheit eines Gutes wieder und stellen in Ihrer Gesamtheit den Nutzwert eines Wirtschaftsgutes dar. Der Nutzwert eines Gutes fungiert als Lenkungsfunktion des Kostenwertes, wenn der Marktpreis als Bewertungsmaßstab ausfällt.
Der Nutzwert kann im Rahmen der Nutzwertanalyse aus der Summe der gewichteten und bewerteten positiven Eigenschaften des untersuchten Gutes bestimmt werden. In Bezug auf das Konsumentenverhalten kann der Begriff Nutzwert als sachliche oder emotionale Funktionen eines Angebots bezeichnet werden. Bei der Neuproduktentwicklung muss der gestiftete Nutzwert unbedingt in die Berechnung mit einbezogen werden und sollte bereits Bestandteil der Zielgruppenanalyse in einem Businessplan Existenzgründung sein.
Der Nutzen kann dabei in einen Grund- und Zusatznutzen unterteilt werden. Der Grundnutzen fungiert dabei als ein „Nutzenmuss“, ohne den ein Konsument das Produkt nicht kaufen würde.
Ein Beispiel für den Grundnutzen stellt die Fahrbereitschaft eines Autos, um eine Wegstrecke von A nach B zurücklegen zu können, dar. Der Zusatznutzen stellt eine zusätzliche Funktion dar, die ohne den Grundnutzen keine Kaufhandlung auslösen würde dar.