Freie Berufe

JG am 25. August 2010 um 12:21

Als freie Berufe werden nach dem deutschen Recht alle Tätigkeiten bezeichnet die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Freie Berufe werden auf selbstständiger Basis ausgeübt und finden in den Bereichen der Wissenschaft, Kunst, dem  Schriftstellertum sowie bei unterrichtenden oder erziehenden Tätigkeiten ihre Anwendung. Freie Berufe entstehen im Rahmen besonderer beruflicher Qualifikationen oder schöpferischer Begabungen die eigenverantwortlich und fachlich unabhängige Dienstleistungen höherer Art für Auftraggeber und der Allgemeinheit zum Inhalt haben. Personen die freie Berufe ausüben werden als Freiberufler bezeichnet.

Freie Berufe können auch über die Bedienung fachlich vorgebildeter Arbeitskräfte ausgeübt werden. Entscheidend dafür ist das Vorhandensein von Fachkenntnissen und der Ausübung einer leitenden und eigenverantwortlichen Tätigkeit. Auch im Rahmen des Beginns der Ausübung eines freien Berufs sollte die Erstellung eines Businessplan Existenzgründer erfolgen um den Ablauf der freiberuflichen Tätigkeit umfassend planen zu können.

Die Ausübung eines Gewerbes, der Betrieb einer Land- oder Forstwirtschaft, die Verwaltung eigenen Vermögens und die selbstständige Ausübung eines Berufs der nicht zu den freien Berufen zählt stellt keinen freien Beruf dar. Im Bereich der Wirtschaft zählen beratende Betriebs- und Volkswirte, Sachverständige für betriebswirtschaftliche Bewertungen, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer zu den freien Berufen.

Die Finanzgerichtsbarkeit

JG am 19. August 2010 um 14:12

Die Finanzgerichtsbarkeit bietet als Fachgerichtsbarkeit Rechtsschutz gegen Verwaltungsakte die von den Finanzbehörden erlassen werden. In sämtlichen Abgabeangelegenheiten die öffentlich-rechtlich zu Streitigkeiten führen und allen berufsrechtlichen Streitigkeiten der Steuerberater entscheidet die Finanzgerichtsbarkeit. Abgabenrechtlichen Einschlag, der für die Finanzgerichtsbarkeit vorliegen muss, haben Bundes- und Landessteuern sowie Zölle.

Die Finanzgerichtsbarkeit kann von Privatpersonen und Unternehmen über die Ausübung ihres Geschäftsplanes erfolgen. Im Gegensatz zur Finanzgerichtsbarkeit ist die Verwaltungsgerichtsbarkeit für nichtabgabenrechtliche öffentlich-rechtliche Streitigkeiten zuständig.

Die zweistufige Gliederung der Finanzgerichtsbarkeit unterscheidet sich von den anderen Gerichtsbarkeiten. Die Finanzgerichtsbarkeit ist über 18 Finanzgerichte auf 16 Bundesländer verteilt. Als Rechtsmittel steht gem. § 115 FGO die Revision zur Verfügung für die der Bundesgerichtshof in München zuständig ist. Der Verfahrensgang erfolgt nach den gesetzlichen Grundlagen des FGO wobei Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer vertretungsberechtigt sind. Welche Klagearten vertreten werden ergibt sich wiederrum aus der Finanzgerichtsordnung (FGO).

Die Ersatzinvestition

JG am 16. August 2010 um 13:26

Als Ersatzinvestitionen werden Investitionen bezeichnet die für bereits angeschaffte Investitionsgüter aufgewendet werden. Angewendet wird die Ersatzinvestition in der Regel für die Erneuerung von Anlagen. Die Ersatzinvestition als Reinvestition erfolgt im Rahmen von Investitionen die durch Verschleiß oder technischen Fortschritt anfallen um die bisherige Kapazität aufrecht erhalten zu können. Mit der Reinvestition soll die Abschreibung von Investitionsgütern ausgeglichen werden. Als Erweiterungsinvestition erfolgt eine Ersatzinvestition über die zusätzliche Schaffung von Input um eine Outputerhöhung zu erreichen.

Ob eine Erweiterungsinvestition sinnvoll ist sollte immer im Einzelfall entschieden werden. Wenn beispielsweise hohe Kosten mit einer Erweiterungsinvestition verbunden sind und diese aufgrund von zu niedriger Auslastung nicht vollständig genutzt wird, kann dies zu einer Gewinnschmälerung führen. Etwaige Ersatzinvestitionen sollten bereits bei der Erstellung eines Businessplans zum Zeitpunkt der Gründung berücksichtigt werden um Ausgaben planen zu können. Zur Erstellung können sogenannte Businessplan Muster genutzt werden.

Rechnerisch ergibt sich die Ersatzinvestition aus der Differenz zwischen Bruttoinvestition und Nettoinvestition. Die Nettoinvestition ergibt sich dabei aus der Bruttoinvestition abzüglich der Abschreibungen.

Der Eigentumsvorbehalt

JG am 10. August 2010 um 18:48

Unter einem Eigentumsvorbehalt wird die Übereignung einer beweglichen Sache unter einer aufschiebenden Bedingung im Sinne des § 449 Abs. 1 und §§ 929, 158 Abs. 1 BGB verstanden. Über den Eigentumsvorbehalt wird ein obligatorischer Anspruch aus einem zukünftigen Eigentumserwerb an einer beweglichen Sache eines Vorbehaltskäufers bezeichnet. Mit dem Eigentumsvorbehalt soll eine Sicherung kaufrechtlicher Ansprüche gesichert werden.

Die Anwendung des Eigentumsvorbehalts ist nur für bewegliche Wirtschaftsgüter möglich. Im Bereich des Grundstückskaufs erfolgt ein Eigentumsvorbehalt über die Auflassungsvormerkung.
Mit dem Eigentumsvorbehalt ist es dem Verkäufer einer Sache möglich bis zur vollständigen Bezahlung der Sache sein Eigentumsrecht an der Sache zu behalten. Ist die verkaufte Sache noch nicht vollständig bezahlt erhält der Käufer nur ein Anwartschaftsrecht auf das Eigentum. Das Anwartschaftsrecht verbrieft das Besitzrecht für den Käufer einer Sache. Ist die gesamte Kaufpreiszahlungsforderung beglichen geht das Anwartschaftsrecht automatisch in das Eigentum über.
Die Übereignung einer Sache erfolgt unter dem Eigentumsvorbehalt unter aufschiebender Bedingung gem. § 158 BGB bis der Kaufpreis vollständig durch den Käufer gezahlt wurde. Über den Eigentumsvorbehalt sichert sich der Verkäufer hinsichtlich der Kreditvergabe an den Käufer rechtlich ab. Damit kann der Verkäufer die Gefahr von Verlusten die sich negativ auf sein Geschäftskonzept auswirken könnte vermeiden bzw. verringern.

Das Design

JG am 5. August 2010 um 16:24

Der Begriff Design wird mit dem Prozess der Gestaltung einer Marke, eines Objektes oder einer Dienstleistung assoziiert. Dabei ist zu unterscheiden das das Design als das fertige Endprodukt oder einen unfertigen bzw. unbefriedigenden Zustand angesehen werden kann.

Dem Design werden nach dem Offenbacher Ansatz verschiedene Funktionen zugeordnet die dieses erfüllen soll. Unterschieden werden kann die praktische, die formal-ästhetische und die semantische Funktion. Im Rahmen der praktischen Funktion werden gewisse Anforderungen an die physischen Eigenschaften einer Sache gestellt. Diese können in der praktischen Nutzbarkeit des Designs bzw. des designten Objektes liegen. Die formal-ästhetischen Eigenschaften zielen auf rein optische Kriterien. Im Rahmen der formalästhetischen Prüfung erfolgt eine Erfassung der Komplexität eines Produktes hinsichtlich verschiedener Formarten.

Die sogenannte Anzeichenfunktion als Teilfunktion der semantischen Funktionen, beschreibt inwieweit bestimmte Elemente eines Objektes auf dessen Gebrauchsmöglichkeiten bzw. Eigenschaften zeichenhaft hindeuten.  Über die symbolischen Funktionen eines Objektes drücken sich dessen sozialen und psychologischen Eigenschaften aus. Also inwieweit ein Objekt durch sein Design Erinnerungen bzw. Andenken hervorruft oder als Statussymbol fungiert.

Da das Design einen weitreichenden Einfluss auf verschiedenste Bereiche ausüben kann sollte überlegt werden inwieweit bestimmte Design-Funktionen realisiert werden können um die Umsetzung eines bestimmten Konzepts positiv zu beeinflussen.

Zusammenfassung zu den letzten Artikeln

JG am 2. August 2010 um 14:35

Im vergangenen Monat Juli 2010 wurde ein Fülle an Artikeln zu interessanten Begrifflichkeiten aus dem Bereich der Wirtschaft veröffentlicht, die sich für Gründer und Unternehmer als nützlich erweisen. Die verschiedenen Abschreibungsmethoden wurden hinsichtlich Anwendung und Berechnung im Artikel “Die Abschreibungsmethode” dargestellt.  Was eine Anfangsinvestition darstellt und wie diese zu berechnen ist erläuterte der Artikel “Die Anfangsinvestition“. Ein Assessment Center stellt ein Personalauswahlverfahren in Unternehmen dar, mit welchem aus einer Auswahl an Bewerbern die ausgewählt werden sollen, die die Anforderungen an die zu besetztende Stelle am besten erfüllen. Wie ein solches aufzubauen ist lesen unsere Besucher im Artikel “Das Assessment Center“. Ein Beitrag stellt ein Einbringen von etwas zu einem spezifischen Sachverhalt oder einer bestimmten Situation dar. Ein Beitrag kann in Form von Geldleistungen, Wissen, Engagement, Fürsorge etc. geleistet werden.Welche Beiträge von Unternehmern und Gründern zu zahlen sind beleuchtet unser Artikel über den Beitrag. Die Betriebsprüfung wird auch Außenprüfung genannt und von der Finanzbehörde durchgeführt. Dabei erfolgt eine umfassende Prüfung aller Verhältnisse eines Steuerpflichtigen hinsichtlich steuerrechtlicher Sachverhalte zur Sicherstellung der Gleichmäßigkeit der Besteuerung. Wie genau eine Betriebsprüfung abläuft enthält unser Artikel dazu. Als Cash Flow bezeichnet man den aus der Umsatztätigkeit und sonstigen laufenden Tätigkeiten resultierende Nettozufluss liquider Mittel innerhalb einer Periode. Dabei stellt der Cash Flow den positiven und periodisierten Zahlungsmittelüberschuss der Geschäftstätigkeit dar. Welche Aussagen aus einem Cash Flow abzuleiten sind erfahren unsere Leser im Artikel zum Cash Flow.

Der Cash Flow

JG am 2. August 2010 um 13:32

Als Cash Flow bezeichnet man den aus der Umsatztätigkeit und sonstigen laufenden Tätigkeiten resultierende Nettozufluss liquider Mittel innerhalb einer Periode. Dabei stellt der Cash Flow den positiven und periodisierten Zahlungsmittelüberschuss der Geschäftstätigkeit dar. Über den Cash Flow ist es möglich die finanzielle Situation eines Unternehmens zu bestimmen.

Ob es einem Unternehmen möglich ist die im Rahmen des Umsatzprozesses notwendigen Mittel für Erweiterungsinvestitionen und der Substanzerhaltung des in der Bilanz aktivierten Vermögens selbst zu erwirtschaften kann mit dem Cash Flow beurteilt werden.
Der Cash Flow ergibt sich aus dem Saldo von Aufwendungen und Erträgen, die neben der Erfolgswirksamkeit auch Zahlungswirksamkeit aufweisen. Somit stellt der Cash Flow den um nichtzahlungswirksame Faktoren bereinigten Bilanzerfolg dar.

Über den Cash Flow ist es möglich die Innenfinanzierungsmöglichkeit und die Stärke der Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens zu beurteilen und um daraus den Erfüllungsgrad der im Businessplan definierten Geschäftsaufgabe abzuleiten. Ein positiver Cash Flow ermöglicht es Unternehmen Ihren Kreditverbindlichkeiten nachzukommen. Weißt ein Unternehmen einen negativen Zahlungsstrom aus wird dieser Cash-Loss genannt.

Informationen zur Betriebsprüfung

JG am 27. Juli 2010 um 17:55

Die Betriebsprüfung wird auch Außenprüfung genannt und von der Finanzbehörde durchgeführt. Dabei erfolgt eine umfassende Prüfung aller Verhältnisse eines Steuerpflichtigen hinsichtlich steuerrechtlicher Sachverhalte zur Sicherstellung der Gleichmäßigkeit der Besteuerung. Für die Betriebsprüfung gelten besondere Voraussetzungen und Vorschriften. Über den Ablauf und die Ansprüche an eine ordentliche Buchführung ist bereits vor der Existenzgründung nach Erstellung des Geschäftskonzepts durch den Gründer in Erfahrung zu bringen und dementsprechend ab dem Beginn seiner Unternehmertätigkeit zu verfahren.

Zuständig für die Durchführung der Betriebsprüfung ist das sachlich und örtlich zuständige Finanzamt. Für Großunternehmen und spezielle Branchen erfolgt die Betriebsprüfung über sogenannte Betriebsprüfungshauptstellen. Bestimmte Voraussetzungen gilt es hinsichtlich der zu prüfenden Steuerart, dem Steuerzeitraum und dem Steuerpflichtigen zu erfüllen bevor eine Betriebsprüfung durchgeführt werden kann. Die Betriebsprüfung kann sich über einzelne oder mehrere Steuerarten und Besteuerungszeiträume erstrecken. Bei Steuerpflichtigen die Ihre Einkünfte aus Gewerbebetrieb, aus selbstständiger Arbeit oder aus  Land- und Forstwirtschaft erzielen bedarf es keiner weiteren Erfüllung von Voraussetzungen. Der Umfang der Betriebsprüfung wird durch schriftliche Prüfungsanordnung mit Rechtsbehelfsbelehrung dem Steuerpflichtigen mitgeteilt. Dabei ist der Steuerpflichtige genau zu nennen, die Form der Steuerprüfung, die Arten und der Besteuerungszeitraum anzugeben.

Die Betriebsprüfung findet innerhalb der Geschäfts- und Arbeitszeit im Geschäftsbetrieb des Steuerpflichtigen statt. Eine Mitwirkungspflicht in Form der Aushändigung von Büchern, Geschäftspapieren und anderen relevanten Dokumenten besteht neben der der allgemeinen Auskunftspflicht für den Steuerpflichtigen.

Der Beitrag

JG am 22. Juli 2010 um 16:14

Ein Beitrag stellt ein Einbringen von etwas zu einem spezifischen Sachverhalt oder einer bestimmten Situation dar. Ein Beitrag kann in Form von Geldleistungen, Wissen, Engagement, Fürsorge etc. geleistet werden. Ein Beitrag ist in der Regel etwas Förderliches oder Positives für das Etwas für das der Beitrag geleistet wird. Im Rahmen des Publizierens wird unter einem Beitrag ein Artikel für eine Zeitschrift, Sammelband oder Fachzeitschrift verstanden.

Unter Beitrag werden auch öffentliche Abgaben, die keine Gebühren, Steuern oder Sonderabgaben darstellen, verstanden. Für die Bereitstellung von Leistungen unabhängig von deren Inanspruchnahme werden Beiträge (Erschließungsbeiträge, Studienbeiträge) erhoben. Im Versicherungswesen stellt der Beitrag die Summe dar, die der Versicherungsnehmer für eine Versicherungsleistung  bezahlt.

Im Rahmen der Existenzgründung kann sich der Gründer bspw. als Kleinunternehmer von dem Beitrag zur IHK befreien lassen. Erst wenn dieser seine Selbstständigkeit im Hauptgewerbe ausübt hat er Beiträge an die IHK abzuführen.

Das Assessment Center

JG am 16. Juli 2010 um 16:10

Ein Assessment Center stellt ein Personalauswahlverfahren in Unternehmen dar, mit welchem aus einer Auswahl an Bewerbern die ausgewählt werden sollen, die die Anforderungen an die zu besetztende Stelle am besten erfüllen. Dazu werden im Rahmen des Assessment Centers den Bewerbern verschiedene Aufgaben zur Lösung gestellt und deren Lösung bewertet. Die Durchführung von Assessment Centern kann von dem Unternehmen selbst oder über die Beauftragung externer Unternehmen erfolgen.

Ziel des Assessment Centers ist es Fach- und Sozialkompetenzen wie auch die Fähigkeit zur Stressbewältigung der Bewerber zu untersuchen. Der Einsatz von Assessment Centern soll darüber hinaus, vor dem Hintergrund des Gleichheitsgrundsatzes, nachvollziehbare und überprüfbare Entscheidungskriterien sicherstellen.

Die Durchführung eines Assessment Centers erfolgt ein- oder mehrtägig und bedarf in diesem Rahmen eines relativ hohen Zeit- und Kostenaufwandes. Angewendet werden Assessement Center überwiegend von großen Unternehmen um Führungspositionen, Trainee-Stellen und Volontariate zu besetzten.
Der Einsatz von Assessment Centern lohnt sich aufgrund des hohen Zeit- und Arbeitsaufwandes nicht für kleinere Unternehmen mit wenig finanziellen Mitteln wie bspw. einer Mini GmbH.